Séverine ist das Urgestein der Swiss Blog Family, hat sie den Kongress doch überhaupt erst ins Leben gerufen. Seither hat sich viel getan, der Event ist grösser geworden und breiter aufgestellt. Wer unsere Blogger-«Mama» persönlich kennt, weiss, wie viel Energie in ihr steckt. Es ist schwer, sich da nicht mitreissen zu lassen.


Wieso hast Du die SBF 2016 ins Leben gerufen?

Mir hat der Austausch mit Bloggenden in der Schweiz gefehlt. Ich war zu diesem Zeitpunkt schon an mehreren Bloggerveranstaltungen in Deutschland gewesen. Die Herzlichkeit untereinander hat mir sehr viel Rückhalt beim Schreiben gegeben. Ich war plötzlich nicht mehr alleine im stillen Kämmerlein, sondern sehr vernetzt vor allem in Berlin unterwegs. Das wollte ich für die Schweizer Blogger auch. Da ich mich nicht getraut habe, das komplett alleine zu stemmen, habe ich Katharina von «Mama hat jetzt keine Zeit» gefragt, ob sie mir hilft. Und so haben wir 2016 den ersten Kongress zusammen organisiert.


Wie kamst Du überhaupt zum Bloggen?

2009 war ich freie Kolumnistin beim Blick am Abend. Da die Geburt meiner Tochter kurz bevor stand, hörte ich damit auf. Die Redaktorin meinte, ich solle doch einen Blog starten. Darunter konnte ich mir so gar nichts vorstellen, aber mein Mann setzte dann in einer Nacht-und-Nebel-Aktion meinen ersten Blog für mich auf, und ich begann, «irgendwas in dieses Netz» zu schreiben.


Wofür machst Du Dich stark bei der Entwicklung der SBF?

Der Kongress ist mittlerweile für alle Blogger da, egal welcher Sparten. Das stellt sich immer wieder mal als Herausforderung heraus: Wie greifen wir Themen spartenübergreifend auf? Wie geben wir Einblicke in Sparten, die auch andere Blogger interessieren könnten? Wie schaffen wir es, dass keiner sich ausgegrenzt, sondern immer abgeholt fühlt?


Was unterscheidet die SBF von anderen Blogger-Veranstaltungen?

Der Kongress ist nicht industriegetrieben, uns geht es um die Sache. Das soll auch so bleiben. Vernetzung ist bei uns gross geschrieben.


Worüber würdest Du nie bloggen?

Wer mich kennt, weiss, dass ich es hasse zu basteln. Im Rahmen einer Kooperation kann ich schon mal ein DIY machen, im Sinne von «sogar ICH kriege das hin». Ich denke da an Kindergeburtstage. Aber echte Tutorials zum Basteln…. da wäre ich eher die Lachnummer.


Bist Du ein Influencer?

Ganz ehrlich: Ich HASSE den Ausdruck. Nein, ich bin kein Influencer. Das sind für mich die sog. Instagram-«Blogger». Ich schreibe, weil ich es muss, weil es ein Bedürfnis ist. Alles andere ist für mich Beilage.


Welchen Tipp hast Du für Neu-Blogger?

Kommt an den Kongress, um euch mit anderen auszutauschen und Schreibhemmungen zu verlieren.


Warum habt ihr 2019 ein ergänztes OK-Team?

Ohne Abwechslung wäre das Leben langweilig, und neue Köpfe bringen neue Inputs. Das heisst nicht, dass es mit Martin langweilig ist (im Gegenteil!), aber es ist immer gut, wenn man nicht stehen bleibt im Leben.

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